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Investitionen in Wald - Bisheriger Ansatz und Renditen

 

Investitionen in Wald sind in den letzten drei Jahrzehnten weltweit stark gestiegen. Neben der gewachsenen privaten Nachfrage haben auch institutionelle Investoren  Wald immer stärker als eigene Anlageklasse etabliert.

Wald-Investments haben über einen langen Zeitraum konstante Renditen, einen Schutz gegen Inflation und einen Vermögenszuwachs geliefert, siehe Grafik.

 

Wald vs. US Treasury Bonds, Annualisierte Renditen (in %)

Quelle: NCREIF, Macrobond, Hancock Natural Resource Group, December 2019.

Die wesentlichen Einnahmequellen für Waldbesitzer resultierten bis dato aus dem Verkauf von Sägeholz und Industrieholz für eine Vielzahl von Endprodukten, darunter Schnittholz, Holzplatten, OSB-Platten, Papier, Pappe, Pellets, Energie aus Holzbiomasse usw. Diese holzspezifischen Einnahmequellen machen im Allgemeinen rund 95% der Erträge aus. 

 

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Neuen Rendite-Chancen durch CO₂-Zertifikate (Carbon Offsets)

 

Angesichts des wachsenden öffentlichen Bewusstseins für den Klimawandel haben zahlreiche große Unternehmen, Organisationen und gemeinnützige Organisationen sich  freiwillig verpflichtet, klimaneutral zu werden. Dabei gibt es Vorreiter wie Microsoft. Das Unternehmen hat im Januar 2020 bekanntgegeben, bis 2050 klimaneutral zu sein - und zwar rückwirkend bis zur Gründung des Unternehmens im Jahre 1975. 

 

Zu den Käufern von CO-Zertifikaten gehören  Unternehmen wie die Allianz, Amazon, British Airways, BP, Credit Suisse, IAG, Deutsche Bank, Disney, EasyJet, Eni, Facebook, Google, Alphabet,  Redbull, Shell, TUI Group u.v.m. 

 

In Deutschland entdecken mittlerweile auch mittelständische Unternehmen den Vorteil von kanadischen Waldklimaschutz-Projekten.  Ein Beispiel ist die Kluthe Chemische Werke GmbH aus Heidelberg, die durch ein CO₂-Projekt in Atlantik-Kanada der Atmosphäre jährlich rund 20.000 Tonnen CO entzieht.

 

Der globale Markt für CO-Zertifikate  hat sich in den letzten drei Jahren  mehr als verdreifacht. Prognosen der Berenberg Bank rechnen mit einem Marktvolumen von über USD 200 Mrd. im Jahr 2050.

 

Der Markt für CO-Zertifikate zeigt auch für die Zukunft ein enormes Wachstumspotential, weil damit zu rechnen ist, dass 

  • Kanada in dieser Dekade das regulative Umfeld für den Handel mit CO-Zertifikaten implementiert (Schaffung eines geregelten Marktes neben dem bereits etablierten freiwilligen Markt);
  • eine steigenden Anzahl von Unternehmen, Städten und Ländern  an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stösst, Kohlenstoff weiter zu reduzieren und sich daher zunehmend auf die Kompensation von CO-Emissionen konzentrieren muss, um die jeweiligen Klimaziele  zu erreichen;

  • die Nachfrage nach kanadischen Waldklimaschutz-Projekten auch aufgrund der Rechtssicherheit, der vorhandenen grossen Waldflächen und der derzeit noch moderaten Waldpreise weiter steigt;
  • dass folglich die Renditen für Waldbesitzer aus dieser neuen Einkommensquelle steigen.  Der Preis pro Tonne CO auf den geregelten Märkten in der Europäischen Union, in Neuseeland und in Kalifornien stieg bereits von weniger als 15 USD pro Tonne Mitte der 2010er Jahre auf 15 bis 30 USD pro Tonne bis Anfang 2020:
  • und - es gibt kaum Alternativen:  Wälder sind der grösste Kohlenstoff-Speicher der Welt, Bäume sind  die einzigen nachwachsenden Rohstoffe, die der Atmosphäre erhebliche Mengen Kohlenstoff entziehen können. 

Viele Marktteilnehmer rechnen daher mittel- bis langfristig nicht nur mit einem Anstieg der Wald- und CO-Preise, sondern auch - da durch die Zunahme von CO-Projekten weniger Holz eingeschlagen werden darf - mit einem Anstieg der Holzpreise. Zusammenfassend lassen sich die Chancen, die aus dieser neuen Einnahmequelle für Waldbesitzer resultieren - vereinfacht dargestellt - wie folgt beschreiben:

 

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Der Wald als Speicher für Treibhausgase

 

CO ist eigentlich ein natürlicher Bestandteil der Luft und entsteht sowohl bei der vollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen, als auch bei der Zellatmung im Organismus von Lebewesen.

 

In hohen hohen Konzentrationen wirkt es jedoch als natürliches Treibhausgas klimaschädlich. Ursache ist der hohe Anteil von CO-Emissionen, der bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle entstehen und mehr als 3/4 der gesamten CO-Freisetzung ausmachen.

 

Bäume und Wälder sind in der Lage, aus CO und Sonnenlicht Biomasse und Sauerstoff zu produzieren und das CO dauerhaft zu binden. Eine Fichte beispielsweise entzieht im Laufe ihres 100jährigen Lebens der Atmosphäre fast zwei Tonnen CO. Wälder sind also bedeutende Speicher für dieses Treibhausgas.

 

Wenn Bäume wachsen, nehmen sie CO aus der Atmosphäre auf. Sie verwenden für den Biomasseaufbau im Zuge der Photosynthese  Kohlenstoff (C) und setzen den Sauerstoff (O2) wieder frei. Es erfolgt also eine C-Bindung. Anhand des C-Gehalts eines Baumes kann man die CO-Einheiten berechnen, die der Atmosphäre entzogen wurden.

 

Aber wenn Bäume verfaulen, durch Schädlinge absterben oder durch Waldbrände verbrennen,  werden sie zur CO-Quelle.

 

Diversifizierte Mischwälder mit geringem Schädlingsbefall und Waldbrand-Risiko -  wie der akadische Wald Atlanik-Kanadas - eignen sich daher gut für CO-Projekte.

 

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CO₂- Zertifikate (Carbon Offsets)

CO₂- Zertifikate können unter einer Reihe von Zertifizierungs-Standards entwickelt werden. Der größte Anbieter ist  Verified Carbon Standard (VCS). Das VCS-Programm ist das weltweit führende  Programm zur Zertifizierung von Projekten zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen in nicht geregelten Märkten" (voluntary markets). 

 

Mehr als 1.600 zertifizierte VCS-Projekte haben im Laufe der Jahre mehr als 200 Mio. Tonnen Kohlenstoff und andere Treibhausgase  der Atmosphäre entzogen. Der VCS wurde zusammen mit den anderen  verifizierten Klima-, Community-, Biodiversity- und Nachhaltigkeits-Standards von Verra entwickelt und verwaltet, einer registrierten gemeinnützigen Organisation mit Sitz  in Washington, DC.

 

Abhängig von ihren Managementzielen stehen Waldbesitzern verschiedene Projekttypen zur Verfügung. Dazu kann gehören,

  • einen Teil oder den gesamten Wald zu erhalten, anstatt ihn zu abzuholzen,
  • die Implementierung einer verlängerten Rotation (Fokus auf größere, langlebigere Bäume),
  • eine verringerte Holzernte, z.B. durch selektiven Einschlag anstatt Kahlschlag
  • oder eine Kombination der genannten Bewirtschaftungsstile.

 

 

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Im Wesentlichen geht es darum, weniger Holz als bei einer normalen Bewirtschaftung einzuschlagen oder höhere Kohlenstoffspeicher-Kapazitäten (durch das Anpflanzen/das nicht-Einschlagen langlebiger, grösserer Baumarten) zu schaffen, um eben mehr Kohlenstoff im Wald zu speichern, der gemessen, dokumentiert und dann als CO-Zertifikat veräussert werden kann.

 

Ein solcher Ansatz eignet sich für Waldbesitzer,

  • die an einer ökologischeren oder nachhaltigeren Bewirtschaftung ihres Waldes interessiert sind und/oder
  • die Marktrisiken reduzieren und ihre Einkunftsarten diversifizieren möchten (Einnahmen aus Holzernte und dem Handel von CO₂- Zertifikaten).

Grundsätzlich besteht die Funktionsweise eines CO-Projekts darin, zunächst ein Basisszenario zu entwickeln, das beschreibt, welche Mengen Holz welcher Spezie dem Wald bei einer üblichen Bewirtschaftung entnommen werden. Dann wird ein neuer Bewirtschaftungs-Plan entwickelt, der darauf abzielt, mehr Kohlenstoff zu speichern.

 

Die Differenz zwischen den beiden Szenarien (berechnet in Tonnen CO, wobei ein CO Zertifikat einer Tonne gebundenen Kohlenstoff entspricht)  kann dann als carbon offset veräussert werden. Ein Zertifizierungs-Standard wie VCS ist ein robuster, unabhängig geprüfter Prozess, bei dem am Ende ein sehr hochwertiges CO-Projekt steht, das  globale Markterwartungen erfüllt.

 

Um carbon offsets zu generieren, muss ein Projektentwickler einen strengen Prozess durchführen, um sicherzustellen, dass quantifizierbare Emissionsminderungen erzielt werden. Obwohl der Prozess variieren kann, basieren die meisten Projekte dem folgenden Ablaufplan:

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Vorteile von CO₂-Zertifikaten

Für einen langfristig denkenden Waldbesitzer mit Interesse an einer ökologisch nachhaltigeren Waldbewirtschaftung stellen CO-Zertifikate  eine neue Einnahmequelle mit vergleichsweise hohem Renditepotential dar. 

 

Es empfiehlt sich,  beide Bewirtschaftungsansätze (klassische Forstwirtschaft und CO-Projekt) parallel nebeneinander anzuwenden, z.B. in einer 50% : 50% Verteilung. Durch eine Implementierung beider Strategien verteilen sich Marktrisiken auf zwei Ansätze, was zu einer deutlichen Verbesserung des Risiko/Rendite-Profis des Portfolios führt. Die Mischung aus den zwei Bewirtschaftungsansätzen (Forst & Zertifikate) kann jedes Jahr dynamisch an Marktbedingungen und den jeweiligen Zielen der Waldbesitzer angepasst werden.

 

Die zertifizierten CO-Standards verfügen i.d.R. über Risikoversicherungs-Mechanismen, um finanzielle Verbindlichkeiten aus dem CO-Verlust bei Waldbränden oder anderen CO-Verlusten abzudecken. 

  

CO-Zertifikate sind auch eine Option zur  Optimierung von Einnahmen. So können Teile des Waldes, die schwer zugänglich sind, hohe Zugangskosten verursachen würden (z.B. Bau von aufwendigen Brücken) oder z.B. in Feuchtgebieten wachsen in einem CO-Projekt höhere Einnahmen als bei einer klassischen Bewirtschaftung erzielen.

 

Zudem können CO-Zertifikate Erträge erwirtschaften, wenn beispielsweise der Bewirtschaftungsstil geändert wird und eine gewisse Zeitschiene ohne Holzentnahme überbrückt werden muss (z.B. von mittelfristiger schneller Rotation auf langfristigem high value Management- sprich  das Pflanzen/die Konzentration auf  hochwertigen, langlebigen Baumarten anstatt schnellwüchsiger Nadelhölzer, die nach 30-40 Jahren eingeschlagen werden).

  

Und schließlich bieten CO-Zertifikate eine Möglichkeit, Einnahmen aus einer ökologischen oder nachhaltigeren Waldbewirtschaftung zu erzielen. Viele private Eigentümer möchten Teil der Schaffung eines besseren Waldes mit mehr Lebensraum und einer besseren ökosystembasierten Bewirtschaftung sein. Ohne Kohlenstoff sind Bäume, die zur Unterstützung dieser Ziele übrig bleiben, einfach Einnahmeverluste. Mit einem Kohlenstoff-Projekt auf dem Grundstück kann ein Eigentümer jetzt Erträge erwirtschaften.

 

Ein weitere Freund ist der Trend. Der Markt für CO-Zertifikate wächst rasant, immer mehr Unternehmen haben CO2-Zertifikate als geeignete Investition entdeckt, um klimaneutral zu werden.

 

 

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Nachteile von CO₂-Zertifikaten

 

Für die Entwicklung und Zertifizierung von CO₂-Projekten fallen relativ hohe Anfangsinvestitionen an, während die derzeitigen Preise für CO₂-Zertifikate noch volatil und auf einem niedrigen Niveau sind.

 

Die vollständige Entwicklung eines CO₂-Projekts kann 25.000 bis 100.000 CAD kosten. Die laufenden Betriebskosten können zwischen 25.000 und 75.000 CAD pro Jahr liegen. Die Kosten können jedoch häufig zurückgestellt werden, bis der tatsächliche Verkauf von  CO₂-Zertifikaten erfolgt. Folglich sind kleine Waldflächen für CO₂-Projekte auf Basis aktueller Marktpreise nicht kostendeckend.

 

Daher sind wir bemüht, bei dem Start eines neuen CO₂-Projekts jeweils mehrere Waldbesitzer in einem Projekt zusammenzufassen, um die erforderlichen Skaleneffekte zu erzielen. Eine Mindestfläche von - je nach Zustand des Waldes - von 1.500 bis 5.000 ha ist erforderlich, um Projekte mit attraktiven Renditen auf Basis aktueller Marktpreise zu starten. Je größer, desto besser. Die genannte Mindestfläche kann sich in Zukunft bei (erwarteten) steigenden CO₂-Preisen natürlich noch deutlich nach unten bewegen.

 

CO₂-Projekte erfordern eine lange zeitliche Bindung. Die verkauften Kohlenstoff-Mengen müssen über einen langen Zeitraum (i.d.R. 30-100 Jahre) auf den Flächen gespeichert werden.  In einem CO₂-Projekt werden keine genau bezeichneten Waldstücke oder gar Bäume für die Speicherung von Kohlenstoff identifiziert oder ausgewiesen. Es wird hingegen die durch Zertifikate emittierte Kohlenstoff-Speicherung auf der Gesamtfläche gemessen und zertifiziert.

 

Dieser Umstand erlaubt dem Förster/dem CO₂-Projektmanager (der im Idealfall ein und dieselbe Person ist) den Wald auch nach der Emission der Zertifikate mit hoher Flexibilität zu bewirtschaften. Die wichtigste Einschränkung für den Förster besteht darin, dass es nach Emission der Zertifikate eine Obergrenze für den Einschlag gibt.

 

Die zu empfehlende parallele Bewirtschaftungsstrategie (klassische Forstwirtschaft und Emission von CO₂-Zertifikaten) ist sehr komplex und erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und einen geübten Umgang mit digitalen, forstwirtschaftlichen Analyse-Modellen.

 

 

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Der Markt für CO₂-Zertifikate

 

Derzeit sind die Käufer von CO₂-Zertifikaten  Unternehmen, die freiwillig ihre Nettoemissionen reduzieren. Zu den Käufern von CO₂-Zertifikate zählen Firmen wie Microsoft, Shell, BP,  Eni, Red Bull, Macmillan Books, Facebook und andere. Andere multinationale Unternehmen wie Amazon haben kürzlich neue Klimaschutz-Initiativen angekündigt, die ebenfalls auf den Erwerb von erheblichen Mengen von auf Waldflächen emittierte CO₂-Zertifikate abzielen.

 

Auch die Luftfahrtindustrie steht vor einer bedeutenden neuen globalen Regulierung zur Reduzierung der Emissionsauswirkungen, die ebenfalls eine massiven Nachfrage nach CO2-Zertifikaten schaffen könnte.

 

Die grossen institutionellen Investoren wie global agierende Staatsfonds (z. B. Norwegen u.a.), Versicherungen, Pensionsfonds oder Publikums-Fonds u.v.a. haben damit begonnen, Investitionen in Unternehmen (Aktien) oder Unternehmensanleihen oder andere an das Unternehmen gekoppelte Finanzprodukte auf Basis von Klima-Kriterien zu filtern. Dadurch wird auf viele Sektoren, wie z.B. die Öl- oder Gas-Industrie, ein erheblicher  Druck aufgebaut, mit dem Ziel,  CO₂-Emissionen nachhaltig zu reduzieren bzw. auszugleichen. Auch dadurch wird der Markt für CO₂-Zertifikate weiter wachsen.

 

CO₂-Zertifikate werden als einzelne Units/Stücke emittiert, wobei ein Zertifikat einer Tonne gespeicherten Kohlenstoff entspricht. Die Zertifikate werden in einem öffentlichen Register eingetragen. Diese Register werden an Emissions-Börsen wie der Markit oder der APX geführt. 

 

Die in 2019 von VCS  festgelegten Preise für uns bekannte kanadische carbon offsets lagen zwischen 6,00 USD und 12,00 USD pro Tonne CO₂. Andere Marktpreise und Steuern verdeutlichen bereits das hohe Preissteigerungspotential von CO₂-Zertifikaten (Stand Mai 2020):

  • California Cap & Trade-Sets = USD 14-18 / t CO₂;
  • CO₂-Steuer British Columbia:  CAD $ 40.00 / t CO₂;
  • EU-Emissionshandel: 25 € / t CO₂ (ab 2025: 55 € / t CO₂;
  • CO₂-Steuer skandinavischen Länder: 80-100 EUR / tCO₂ ;

Rechnet man die  historischen Holzpreise in Atlantik Kanada in Preise pro  t/CO₂ um, so kommt man auf einen Intervall von etwa CAD 10-20 / t CO₂. 

 

Die kanadische Bundesregierung und die Provinzregierungen sind bereits erhebliche Verpflichtungen eingegangen, um konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen und die CO₂-Emissionen zu reduzieren. Es besteht ein grosses Interesse daran, Wälder in diese Überlegungen einzubeziehen.  Mit CO₂-Zertifikaten haben die politischen Entscheidungsträger ein Instrument zur Hand,  mit dem Klimaziele erreicht und Kosten für die Einhaltung von umweltpolitischen Massnahmen für Unternehmen gesenkt werden können.

 

Unsicherheit besteht noch darüber, wo und wann  ein regulierter Markt für den Handel von CO₂ -Zertifikaten entstehen soll und welche endgültigen klimapolitischen Regelungen in den einzelnen Provinzen Kanadas getroffen werden.

 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Waldbesitzer durch die Emission von CO₂-Zertifikate eine im Vergleich zur klassischen Forstwirtschaft  sehr attraktive zusätzliche oder alternative Rendite erwirtschaften können.

 

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Zusammenfassung

 

CO₂-Zertifikate haben sich bereits als neue Einkunftsart für Waldbesitzer etabliert. Mit  innovativen Bewirtschaftungs-Strategien kann Kohlenstoff eine Reihe potenzieller Vorteile bieten, um das Risikoprofil und den langfristigen Vermögenszuwachs von Waldflächen zu optimieren.

 

Eine optimale Bewirtschaftung für größere Flächen besteht aus unserer Sicht darin, ein gemischtes Bewirtschaftungs-modell (klassische Forstwirtschaft und CO₂-Zertifikate) umzusetzen .

Ziel ist es, im Laufe der Jahre einen Wald zu schaffen, der hinsichtlich der Baumarten und Altersklassen optimiert ist und gleichzeitig Kohlenstoff bindet, um Einnahmen zu diversifizieren und an den zu erwartenden Preissteigerungen für CO₂-Zertifikate zu partizipieren.

 

CO₂-Projekte sind eine neue Einkunftsart für Waldbesitzer mit hohem Rendite-Potential, die die Bewirtschaftungsart der Wälder nachhaltig verändern wird. Noch stehen wir am Anfang der Entwicklung, doch der politische Wille und v.a.  eine steigende Nachfrage können in den nächsten Jahren für stark wachsende CO₂-Märkte sorgen. Kohlenstoff hat das Potential, der meist gehandelte Rohstoff überhaupt zu werden.